Der Regierungsbeauftragte der Balearen, Alfonso Rodríguez Badal, hat die restriktive Kuba-Politik der US-Regierung unter Donald Trump scharf kritisiert. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht die Bedeutung des Schutzes spanischer Investitionen auf der Karibikinsel, insbesondere im Tourismussektor, der eine Schlüsselrolle für mallorquinische Unternehmen wie Meliá, Iberostar oder Blau spielt.
Rodríguez Badal betonte, dass die spanische Regierung unermüdlich daran arbeite, die wirtschaftlichen Interessen Spaniens nicht nur in Kuba, sondern weltweit zu sichern. Er steht hierzu in regelmäßigem Austausch mit dem Ministerium für Industrie und Tourismus sowie mit der Staatssekretärin für Tourismus, Rosario Sánchez, um die Entwicklungen genau zu beobachten.
Besonders kritisch äußerte sich der Regierungsvertreter gegenüber der US-Politik, die er als inkonsequent beschreibt. Trotz ihrer vermeintlichen neoliberalen Prinzipien verfolge die US-Regierung eine interventionistische Linie, die Unternehmen verunsichere und dem freien Markt widerspreche. Auch politische Gruppierungen in Spanien, die diese US-Politik unterstützten, wurden von ihm indirekt kritisiert.
Über die wirtschaftlichen Interessen hinaus wies Rodríguez Badal auf das Recht des kubanischen Volkes hin, selbstbestimmt über seine Zukunft zu entscheiden – ohne Einmischung von außen. Dieses Recht stehe ebenso im Fokus wie der Schutz der spanischen Unternehmen vor Druck und Drohungen, die zum Beispiel zum Rückzug von Iberostar und Meliá aus Kuba geführt hätten.
Die spanische Position fasst der Regierungsbeauftragte so zusammen: Es gelte, die Investitionen zu schützen und gleichzeitig die Souveränität Kubas zu respektieren. Dies sei ein Balanceakt, der für die Zukunft der wirtschaftlichen Beziehungen und der politischen Stabilität in der Region entscheidend sei.
Quelle: Agenturen





